Sonderbericht 2013

G.I.B. Arbeitsmarktreport 2013: Situation der jungen Menschen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt

15.04.2013

In dem neuen Sonderbericht der G.I.B. Arbeitsmarktreport-Reihe wird die Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie die Erwerbssituation junger Menschen im Alter von 15 bis unter 35 Jahren betrachtet. Die Analyse basiert dabei insbesondere auf den Daten des Mikrozensus, der Berufsbildungsstatistik und den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

Der Bildungsstand der jüngeren Bevölkerung ist einerseits dadurch charakterisiert, dass sowohl bei den Jugendlichen (15 bis unter 25 Jahre) als auch bei den jungen Erwachsenen (25 bis unter 35 Jahre) deutlich mehr Frauen über die Fachhochschul- oder Hochschulreife verfügen als Männer. Andererseits weicht die allgemeine Schulbildung der jungen Migranten weiterhin stark von den Deutschen ohne Migrationshintergrund ab: der Anteil der Abiturienten liegt um bis zu 15 Prozentpunkten niedriger.

Beim beruflichen Qualifikationsniveau verfügen die jungen Frauen ebenfalls über einen größeren Anteil an höheren Abschlüssen. Demgegenüber hat bei den 25- bis 34-Jährigen mit Migrationshintergrund jeder Dritte keinen Berufsabschluss. Der größte Rückstand besteht dabei bei den Migrantinnen.

Ab einem Alter von 25 Jahren zeichnet sich ab, dass junge Frauen das Bildungssystem rascher verlassen, aber gleichzeitig seltener eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Entsprechend wächst der Anteil der Frauen, die weder in Bildung sind noch am Erwerbsleben teilnehmen. Gegenüber 2007 ist aber festzustellen, dass der Anteil der nicht erwerbstätigen Frauen um rd. 4 Prozentpunkte zurückgegangen ist.

Die geringe Erwerbsbeteiligung der jungen Menschen mit Migrationshintergrund geht in erster Linie auf eine sehr niedrige Erwerbstätigenquote der Migrantinnen zurück. Selbst die Erwerbstätigenquote der höher qualifizierten Migrantinnen ist um rd. 20 Prozentpunkte niedriger als bei den Nicht-Migrantinnen. Im Vergleich zu 2007 ist aber festzustellen, dass sowohl bei den Frauen als auch den Männern die Erwerbstätigenquoten der Migranten auf der mittleren und höchsten Qualifikationsebene überdurchschnittlich stark zugenommen haben.

Die atypische Beschäftigung kommt insbesondere unter den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren überdurchschnittlich oft vor. Bei den jugendlichen Migranten spielen die atypischen Beschäftigungsverhältnisse schon fast eine dominierende Rolle.

Die Bedeutung der Grundsicherung (SGB II) für die jeweiligen Altersgruppen wird mittels der Hilfequote der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (in % der gleichaltrigen Bevölkerung) erfasst. Bei den 15- bis 24-jährigen Frauen liegt die Quote mit 11 % etwas höher als bei den Männern mit 9,3 %. Ab dem 25. Lebensjahr steigen die Quoten sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen an, wobei der Anstieg bei den Frauen ausgeprägter ist. Diese stärkere Abhängigkeit von der Grundsicherung bei jungen Frauen dürfte unter anderem mit der Lebenssituation vieler als Alleinerziehende zusammenhängen.
Der G.I.B. Arbeitsmarktreport 2013, Sonderbericht: Situation der jungen Menschen (15 bis unter 35 Jahren) am Arbeits- und Ausbildungsmarkt steht hier als Download zur Verfügung.

Nachrichten
25.11.2013
Neuer G.I.B.-Bericht

In dem G.I.B.-Bericht werden die Wege der Schulabgänger/-innen nach der Verlassen der Sekundarstufe I sowie die Erfolge junger Menschen in den beruflichen Schulen betrachtet. Die Analyse basiert dabei auf den Daten der integrierten Ausbildungsberichterstattung und des kommunalen Bildungsmonitorings und wird nach Kommunen differenziert präsentiert.

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22.11.2013
Sonderbericht 2013

In dem neuen G.I.B. Arbeitsmarktreport wird die Situation der Schwerbehinderten hinsichtlich ihrer Arbeitsmarktintegration analysiert. Der Bericht betrachtet Strukturen und Entwicklungen in den Bereichen demografische Rahmenbedingungen, berufliche Ausbildung, Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung sowie Erwerbs- bzw. Arbeitslosigkeit.

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17.04.2013
G.I.B. Arbeitsmarktreport 1. Quartal 2013

Wegen des langanhaltenden Winters fiel die Frühjahrsbelebung im 1. Quartal schwächer aus als in den Vorjahren: rd. 4 % bzw. rd. 31.000 registrierte Arbeitslose mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Unterbeschäftigten (ohne Kurzarbeit) nimmt aber nur um 0,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Damit bleibt die Unterbeschäftigungsquote unverändert bei 10,6 %.

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15.04.2013
Sonderbericht 2013

In dem neuen Sonderbericht der G.I.B. Arbeitsmarktreport-Reihe wird die Bildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie die Erwerbssituation junger Menschen im Alter von 15 bis unter 35 Jahren betrachtet. Die Analyse basiert dabei insbesondere auf den Daten des Mikrozensus, der Berufsbildungsstatistik und den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit.

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16.01.2013
G.I.B. Arbeitsmarktreport 4. Quartal 2012

Trotz einer abgeschwächten Wirtschaftskonjunktur bleibt der Arbeitsmarkt in NRW auch im 4. Quartal 2012 stabil. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen lag Ende Dezember mit rd. 722.000 nur um rd. 5 % (entspricht rd. 35.000 Arbeitslosen) höher als im Vorjahresmonat.

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