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G.I.B. Arbeitsmarktreport 3. Quartal 2013

Wachstumsschwächen haben sich nicht verfestigt, Arbeitsmarkt bleibt weitgehend stabil

16.10.2013

Die in den vergangenen Quartalen zu Tage getretenen Wachstumsschwächen haben sich nicht weiter verfestigt. Trotz der üblichen Schwankungen bei den Auftragseingängen des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen zeigt deren ansteigende Tendenz, dass die positiv gestimmten Erwartungen an den zukünftigen Konjunkturverlauf eine reale Grundlage haben.

Die Gesamtverfassung des nordrhein-westfälischen Arbeitsmarktes kann daher auch zum Ende des 3. Quartals 2013 weitgehend als stabil bezeichnet werden. Der moderate Anstieg der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) und der Arbeitslosigkeit im Juli und August baute sich im September wieder etwas ab, sodass die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Ende des Vorquartals (Juni 2013) um 0,3 % zurückging. Die registrierte Arbeitslosigkeit blieb dagegen leicht über dem Stand des Vorquartals (+ 0,7 %).

Gegenüber dem Vorjahresmonat (September 2012) ist sowohl bei der Unterbeschäftigung als auch bei der registrierten Arbeitslosigkeit ein deutlicher Anstieg von 2,6 % bzw. 4,9 % zu verzeichnen. Somit lag die Zahl der registrierten Arbeitslosen zum Ende des 3. Quartals 2013 bei rd. 760.000 und die Zahl der Unterbeschäftigten (ohne Kurzarbeiter) bei rd. 962.000.

Der Hauptgrund für die etwas unterschiedliche Entwicklung von registrierter Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung in den letzten zwei Jahren liegt weiterhin in einem deutlichen Rückgang der Teilnehmerzahlen in den Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Der arbeitsmarktpolitische Entlastungseffekt ist daher in den letzten 24 Monaten von 2,7 % (September 2011) auf 2,2 % (September 2013) gesunken. In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass im Vergleich zum September 2011 rd. 69.000 Arbeitslose weniger in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen waren.

Die Unterbeschäftigungsquote (ohne Kurzarbeit) weist zwischen den 16 NRW-Regionen weiterhin erhebliche Unterschiede auf. Die höchsten Unterbeschäftigungsquoten verzeichnen nach wie vor das Westfälische Ruhrgebiet, das Bergische Städtedreieck, die Emscher-Lippe-Region und die Region MEO (Mülheim, Essen, Oberhausen) mit rd. 14 %. Dagegen ist das Ausmaß der Unterbeschäftigung im Münsterland, in Siegen-Wittgenstein/Olpe und in der Region Hellweg/Hochsauerland mit 6,1 % bis 7 % nur etwa halb so groß. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (September 2012) ist die Unterbeschäftigungsquote nur in der Region Düsseldorf – Kreis Mettmann leicht gesunken (- 0,1 Prozentpunkte). In der Mehrzahl der Regionen sind die Unterbeschäftigungsquoten angestiegen. Den mit Abstand stärksten Anstieg verzeichneten dabei das Bergische Städtedreieck mit + 1,4 Prozentpunkten.

Der G.I.B. Arbeitsmarktreport zum 3. Quartal 2013 steht hier als Download zur Verfügung.

Nachrichten
25.11.2013
Neuer G.I.B.-Bericht

In dem G.I.B.-Bericht werden die Wege der Schulabgänger/-innen nach der Verlassen der Sekundarstufe I sowie die Erfolge junger Menschen in den beruflichen Schulen betrachtet. Die Analyse basiert dabei auf den Daten der integrierten Ausbildungsberichterstattung und des kommunalen Bildungsmonitorings und wird nach Kommunen differenziert präsentiert.

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22.11.2013
Sonderbericht 2013

In dem neuen G.I.B. Arbeitsmarktreport wird die Situation der Schwerbehinderten hinsichtlich ihrer Arbeitsmarktintegration analysiert. Der Bericht betrachtet Strukturen und Entwicklungen in den Bereichen demografische Rahmenbedingungen, berufliche Ausbildung, Erwerbsbeteiligung und Beschäftigung sowie Erwerbs- bzw. Arbeitslosigkeit.

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16.10.2013
G.I.B. Arbeitsmarktreport 3. Quartal 2013

Die in den vergangenen Quartalen zu Tage getretenen Wachstumsschwächen haben sich nicht weiter verfestigt. Trotz der üblichen Schwankungen bei den Auftragseingängen des Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen zeigt deren ansteigende Tendenz, dass die positiv gestimmten Erwartungen an den zukünftigen Konjunkturverlauf eine reale Grundlage haben.

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24.09.2013
SGB II-Report - 1. Quartal 2013

Der SGB II-Report stellt die Kennzahlenergebnisse zur Umsetzung des SGB II sowie die Rahmenbedingungen der Arbeit der Jobcenter in NRW transparent dar. Neben der Betrachtung der 53 Jobcenter erfolgt auch ein Vergleich von NRW mit den übrigen Bundesländern.

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27.06.2013
SGB II-Report - 4. Quartal 2012

Der SGB II-Report stellt die Kennzahlenergebnisse zur Umsetzung des SGB II sowie die Rahmenbedingungen der Arbeit der Jobcenter in NRW transparent dar. Neben der Betrachtung der 53 Jobcenter erfolgt auch ein Vergleich von NRW mit den übrigen Bundesländern.

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