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Öffentlich geförderte Beschäftigung NRW

Öffentlich geförderte Beschäftigung NRW

 

Die Zahl der (registrierten) Arbeitslosen ist seit der Einführung des Arbeitslosengelds II deutlich zurückgegangen. Gleichwohl wurde eines der Hauptziele der „Hartz-Reformen“ – die schnellere Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und Sozialleistungsbeziehenden in Arbeit nicht erreicht. Mehr als 77 Prozent aller „Hartz-IV“-beziehenden Personen erhielten im Dezember 2012 bereits über ein Jahr Leistungen nach dem SGB II, umgerechnet waren das mehr als 1,4 Millionen Menschen. In NRW lag die Quote der langzeitarbeitslosen erwerbsfähigen Personen im SGB II-Bezug bei 53,3 Prozent (Juli 2013).

Die erheblichen Kürzungen der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik und die seit April 2012 umgesetzte Instrumentenreform, die mit massiven Einschränkungen in der öffentlich geförderten Beschäftigung einhergehen, treffen insbesondere Menschen mit vielfältigen Problemlagen und großer Distanz zum Arbeitsmarkt; für sie hält das SGB II kaum noch wirksame Instrumente zur Wiederherstellung und Sicherstellung beruflicher Teilhabe vor.

Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung NRW in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, die dauerhafte Förderung von Menschen mit mehreren Vermittlungshemmnissen in einem öffentlichen Sektor zu ermöglichen. Auf Bundesebene setzt die Landesregierung auf den Ausbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse. Mittels der Förderung von Modellprojekten „Öffentlich geförderte Beschäftigung in NRW“ soll der praktische Nachweis erbracht werden, dass „Arbeit statt Arbeitslosigkeit“ sowohl machbar als auch finanzierbar ist, wenn passive Transferleistungen in aktive und individuell angepasste Förderwege umgewandelt werden.

Seit Januar 2013 fördert das Land NRW 26 Modellprojekte im Rahmen der EU-kofinanzierten Landesarbeitspolitik. Neben der Weiterentwicklung der zielgruppenorientierten Landesarbeitspolitik sollen Erkenntnisse generiert werden,

  • wie Integrationsfortschritte für diese Zielgruppe erreicht und dokumentiert werden können,
  • wie durch eine systematische Verknüpfung mit kommunalen Leistungen die Reintegration nachhaltig unterstützt werden kann und
  • für welchen Personenkreis ein über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinausgehender Minderleistungsausgleich in welcher Form erforderlich ist.


Diese sollen – insbesondere im Hinblick auf einen Passiv-Aktiv-Transfer und eine sinnvolle Begleitung der Beschäftigung – Grundlage für eine künftige Instrumentenreform auf Bundesebene sein.

Vor dem Hintergrund der guten Resonanz auf den Projektaufruf zur Entwicklung von Modellprojekten sowie zur Verbesserung der sozialen und beruflichen Teilhabe besonders benachteiligter Zielgruppen wird die „öffentlich geförderte Beschäftigung“ ab September 2013 im Kontext der ESF-kofinanzierten Landesarbeitspolitik auf der Basis einer Richtlinie als Regelförderung fortgesetzt.

 

In der Rubrik "Programminfos" finden Sie alle Unterlagen zum Projektaufruf. Unter der Rubrik „Zum Thema“ halten wir vertiefende Informationen für Sie bereit.

Nachrichten
19.03.2013
Lohnhallengespräch am 11.04.2013

Ziel des Lohnhallengesprächs am 11.04.2013 ist es, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, der Wissenschaft und weiteren Akteuren des Arbeitsmarktes über Handlungsansätze zur gesellschaftlichen Integration von arbeitsmarktfernen Personen mit Multiproblemlagen des SGB II ins Gespräch zu kommen. Es geht um die Frage, wie die Chancen auf gesellschaftliche Integration und Erwerbsbeteiligung für diese Zielgruppen verbessert werden können.

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